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Arbeit in der Tradition der deutschen Abwehr 

 

Im internationalen Netzwerk hat sich das Auswärtige Nachrichten- und Forschungsbüro (ANFB), in guter Tradition deutscher Effizienz stehend, seit Anfang der neunziger Jahre zu einem zuverlässigen Instrument der Analyse außen- und sicherheitspolitischer Prozesse entwickelt. Veränderungen im Vorfeld aufklären, Tendenzen abklären und Planungen der Player in den Zielstaaten für Entscheidungsträger im deutschsprachigen Raum transparent machen - lauten die Prämissen beim täglichen Ringen um Spitzenleistungen.

 

 

 

 

 

 

Admiral Wilhelm Canaris (1887-1945)

 

Since the 90s and in the good German tradition of efficiency the German Foreign Intelligence Office has  developed into a reliable instrument for analysis of foreign and security policy processes. Identifying for decision-makers in the German-speaking area changes at an early stage, verifying tendencies and making transparent projects of the main players in the target states are the premises in our daily struggle for top performance.

 

 

 

 

 

 

Gesandter und Generalmajor Walter Schellenberg (1910-1952) 

 


Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie:

 

http://www.auswaertiges-nfb.de/world-intelligence/

http://www.auswaertiges-nfb.de/studien/

http://www.auswaertiges-nfb.de/auswaertiges-nfb-1/

 

 

AUSWÄRTIGES NFB

 

S.E. Herr Andrii Melnyk
Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter
der Ukraine in Deutschland

Berlin


День незалежності України


Exzellenz,

ich beehre mich, Ihnen zum Unabhängigkeitstag der Ukraine alle guten Wünsche für Frieden und Wohlstand zu übersenden.

Es erfüllt uns mit großer Sorge, dass Ihr Land nach seiner vor 25 Jahren errungenen Freiheit mitten in Europa täglich um seine Nationale Souveränität ringen muss.

Die völkerrechtswidrige Annexion der Krim bleibt unverhandelbar.

Ich versichere Sie, Herr Botschafter, meiner ausgezeichneten Hochachtung.


Uwe Müller

Leipzig, am 23.August 2016


Botschaft der Ukraine
in Deutschland

Albrechtstrasse 26
10117 Berlin


 

AUSWÄRTIGES NFB

 

Veränderung an der Spitze der Kreml-Administration

- Auszug aus der Einschätzung vom 22.08.2016 -


Von verschiedenen Faktoren getragen war die Implementierung Sergei Ivanovs in das Beratergremium des russischen Präsidenten. Primär war es eine dem Ukraine-Konflikt geschuldete Entscheidung mit innen- und wirtschaftspolitischer Komponente. S. Ivanov lastet man den jüngsten Coup auf der Halbinsel Krim an.

 

 

 

 

 

 

 

Bildtechnische Quelle: Administration des Präsidenten der Russischen Föderation



Sergei Ivanov wurde vorerst die innenpolitische Kompetenz entzogen

Am kritischen Punkt vor und vor allem nach der Parlamentswahl entzog ihm PR Putin jegliche Kompetenz für Innenpolitik, der Domäne jedes Chefs der Administration des Präsidenten. Das trifft Aussagen über weitere Veränderungen nach der September-Wahl.

Mit Anton Vaino (neuer Chef der Administration) und Vladimir Ostrovenko (neuer Stellvertreter) führen erstmals zwei junge Diplomaten die Geschicke der Kreml-Administration, die Absolventen russischer Bildungseinrichtungen nach dem Systemwandel in der UdSSR sind. Die Entscheidung kam unter Einbeziehung des langjährigen Vorgesetzten Vainos und Ostrovenkos sowie Putin-Vertrauten, Igor Shchyogolev [Игорь Щеголев, Russian Intelligence, geb. 10.11. 1965 in Vinnytsia/Ukraine, Studium in Leipzig, 910-3228] zustande. Die Kaderentscheidung [Ukaz des Präsidenten der Russischen Föderation vom 12.08.2016, Nr. 406] verdeutlicht den hohen Stellenwert der aus dem KGB und dem MIK – Militärisch Industriellen Komplex stammenden Familienclans [Nachweisführung in ELECTRONIC INTELLIGENCE RESEARCH].

Im Denken der russischen Präsidialhierarchie überrundete Anton Vaino scheinbar die langjährigen Ersten Stellvertreter Ivanovs, Aleksei Gromov und Vyacheslav Volodin. Aber sowohl Gromov wie auch Volodin fallen unter die Ukraine-Sanktionen der westlichen Staatengemeinschaft.

„Auskehren“ bei sanktionsbelasteten Personen
 
Die Umsetzung des im Westen als national-konservativen Hardliner bekanten Ivanov kann man als kosmetische Reparatur der Kreml-Führung verstehen, um bei den Verhandlungen mit dem Westen Fahrt aufzunehmen. Nach russischer Planung basiert der mögliche Kompromiss auf dem Feld, wo der Konflikt mit der Ukraine begann - im Rohstoffbereich.


Jeder 5. Russe tendiert zu einem Kompromiss mit dem Westen

Das verhält sich konform zur Erwartungshaltung der Russ/innen an ihren Präsidenten, der nach seiner eigenen Aussage so zu sein hat, wie das die russische Bevölkerung von ihm erwartet. Entsprechend den aktuellen soziologischen Erhebungen des LEVADA-Zentrums denken 37 Prozent, dass die gegenwärtige Außen- und Sicherheitspolitik Russland in eine Sackgasse führt und 20 Prozent tendieren zur Suche nach einem Kompromiss zwischen Russland und der westlichen Staatengemeinschaft.

Sergei Ivanov wurde als Chef der Administration des russischen Präsidenten an der Spitze der westlichen Sanktionen gelistet. Neben seinem Namen finden sich dort weitere Personen, die im Westen mit „Leningrad, KGB und Putin“ assoziiert werden: Vladimir Yakunin (2015 seines Amtes enthoben), Viktor Ivanov (2016 pensioniert) und Boris Gryzlov (2016 kein Mitglied des Sicherheitsrats mehr).


Stärkung des Ministerpräsidenten Medvedev vor den Wahlen

Ihren Effekt auf die Innenpolitik einen Monat vor der Duma-Wahl hat die Personalentscheidung Ivanov nicht verfehlt. Die hohe Zahl der Nichtwähler (ein bedrohliches Szenario für Einiges Russland) sank laut WZIOM von 16,5 auf 11,1 Prozent. Sergei Ivanov zu ersetzen, stärkt das Reformlager um den Ministerpräsidenten und Vorsitzenden der Machtpartei EINIGES RUSSLAND, Dmitri Medvedev. Von Vladimir Putin wurden in jüngster Vergangenheit misstrauisch Versuche der Fraktion Ivanov-Patrushev-Chemesov registriert, auf Kosten der Machtpartei Dmitri Medvedev durch Misserfolge zu schwächen und seinen Platz für Alexej Kudrin freizumachen. Während Ivanov um Zweckbündnisse bemüht war, konnte sich Medvedev bisher auf eine feste Allianz mit Igor Sechin verlassen. [ENDE DES AUSZUGS]

 

 

AUSWÄRTIGES NFB

 
US-Intelligence zur Entwicklung terroristischer Formationen
- Arbeitsübersetzung aus dem Englischen -
 
Neuformation Taliban+ Al Qaida
 
Gegenwärtig ist zu beobachten, wie Al Qaida Führer Aiman Al Zawahiri um die Gunst des neuen Taliban-Amirs Hibatullah Akhundzada [geb. 1961] ringt. Dazu instrumentalisiert Zawahiri geschickt die frühere Tätigkeit Akhundzadas als Rechtsgelehrter und Oberster Richter (auf Grundlage der Sharia). Er erneuerte jetzt offiziell den Treueschwur Osama Bin Ladins gegenüber dem Islamischen Emirat Afghanistan.
 
Während sich die Führungsstrukturen des Emirats - nicht ohne Differenzen zwischen Haqqani und dem Sohn des verstorbenen Talibanführers Omar- nach der Eliminierung von Mansour sammelten, nutzte Zawahiri diese Zeit zur Neukonfiguration seiner Kommandostrukturen. Es gelang ihm anscheinend, die von hohen personellen Verlusten im Raum AFG/PAK betroffenen und zersplitterten internationalen Gruppen im Kern zu Al Qaida herüberzuziehen.
 
 
 
  • Konkret trat Zawahiri an Akhundzada mit der Selbstverpflichtung des globalen Jihads im Schutzraum des Islamischen Emirats der Taliban in Reaktion auf die Eliminierung Mansours heran. Strukturell als internationales AQ-Bataillon der Taliban, das einen Bogen von der ETIM (East Turkestan independence movement) bis zur IMU spannt und die Zellen absorbiert, die sich nicht dem IS in Irak/Syrien angeschlossen, im Einzelfall von ihrer früheren Führung abgespalten haben.
 
Zawahiri schränkt den Global Jihad auf muslimische Staaten, die mit der Sharia gebrochen haben, ein und weitet das auf Staaten und Organisationen wie der UNO, die in Konflikt mit der Sharia stehen, aus. Innerhalb der Taliban, wo man traditionell nicht viel von Abenteuern im Ausland hielt, haben sich die Fronten deutlich verhärtet, nachdem Mansour von einer US-Drohne getötet wurde. Es ist von Planungen zu einem Racheakt die Rede. Daran könnte der in solchen Fragen erfahrene Zawahiri partizipieren.

27.06.2016
 
 
 
 
 
 
 
Mehrfronten-Anschläge des IS in Europa
 
  • Aus den Ausführungen des CIA-Direktors, verglichen mit unterschiedlichen Zielsetzungen regional verschieden aufgestellter IS-Agenturen, ergeben sich Anhaltspunkte für IS-Planungen zur Auslösung eines multiple-front war (synchron durchgeführte Kommandoeinsätze an unterschiedlichen Orten Europas) möglicherweise im Echo-Intervall.  
 
Auszug CIA-Direktor Brennan vor dem Intelligence Committee des US Senat (16.06.2016):
 
Einige finanzielle Rückschläge des IS können den Blick nicht davor verstellen, dass IS monatlich mindestens zehn Mio. USD vor allem aus „Steuern“ und dem Rohölumsatz generiert. Das bedeutet sogar eine geringfügige Steigerung durch Kontinuierung. Fortschritte im Kampf gegen IS (militärisch/ökonomisch) reduzierten nicht die Fähigkeit dieser Terroreinheit zu ihrer globalen Entfaltung. Die Mittel der westlichen Staatengemeinschaft zur Bekämpfung speziell des IS und mit ihm alliierter Formationen stehen in keinem Verhältnis zum mäßigen Erfolg. Der IS müsste noch mehr territoriale und Verluste an Arbeitskräften erleiden und die finanziellen Mittel zur Abdeckung seiner terroristischen Kapazität müssten deutlicher sinken. Seit mindestens 2014 konzipiert und führt IS Anschläge im Ausland durch, analysiert und verfeinert diese auch im Hinblick auf geeignete Fighter im Reservoir eines großen internationalen Kaders. CIA beobachtet Fortsetzung dieser Trends auf westliche Ziele gerichtet. IS stehen (hoch wahrscheinlich) umfangreiche Mittel zur Erkundung und Arbeit im Westen zur Verfügung, das tangiert Flüchtlingsströme, Schmuggelrouten und Reiseerkundungen durch professionelle Agenten. IS baut sein globales Netzwerk und einer besonders leistungsfähigen Dependance in Libyen mit Zangengriff auf Europa und Afrika aus. Die Sinai-Niederlassung aktivste. Sie richtet sich gegen ägyptische Ziele sowie Ausländer und Touristen in der Region.
 
27.06.2016

 


 
AUSWÄRTIGES NFB

 
 Erstbericht zum VII. Parteitag der PdAK (Auszug)


[NK-29-16, 07.05.2016]

Kim Jong Un bricht mit dem Vetternsystem seines unpopulären Vaters, auch indem er demonstrativ das Image seines über Generationen beliebten Großvaters kopiert.

 

[NK-Q04-411-16] Im propagandistischen Effekt profiliert sich Kim Jong Un mit fester Stimme als der große Agitator, der sein Großvater war. Ihm sieht er verblüffend ähnlich und viele Nordkoreaner, die an Zeichen und Wunder glauben, sehen im Enkel die imaginäre Rückkehr der „Sonne der Nation“. Kim Jong Un übernahm die Kleiderordnung seines Großvaters. So bildete ihn die Zeitschrift Tongil Sinbo/통일 신보 kürzlich am 02. April 2016 mit Pelzkragen und gleichfarbiger Pelzmütze ab, was sein Großvater bevorzugt trug.

In der Parteielite treffen wir auf gravierende Spannungen, die sich nachteilig im Verhältnis zwischen den Provinzen und dem Machtzentrum auswirken. Die Frage der inneren Sicherheit wird immer prekärer: Instabil ist vorrangig die Lage in den ländlichen Grenzregionen. Außenpolitisch strebt Nordkorea mit seiner Atomarisierung den Friedensvertrag mit den Vereinigten Staaten an, denen gegenüber man als inoffizielle Atommacht auf gleicher Augenhöhe begegnen möchte – Interpretation aus der Eröffnungsrede/7차대회에서 한 개회사.

 

Das Parteiorgan Rodong Sinmun berichtete über den PT der PdAK

 

Die Energieversorgung als nationales Verteidigungsprojekt soll nach Information des Nationalen Sicherheitsrats der Vereinigten Staaten den Bedarf der nordkoreanischen Volkswirtschaft kontinuierlich decken. Den Abbau dazu notwendiger Eigenressourcen wird Nordkorea forcieren.

 

  • Existenziell unumgehbar bleibt für Nordkorea die Applikation mobiler Medien. Gerade die politische Begradigung der technischen Evolution gestaltet sich zur größten Herausforderung in der neuen Ära Kim Jong Un.
  • Antisozialistische („amoralische“) Tendenzen ortete man vermehrt unter Jugendlichen, in deren Treffs Razzien stattfanden. Vereinzelt reagierten Eltern mit Protesten vor einem örtlichen Parteibüro darauf.
  • In der Hafenstadt Ch’ŏngjin kam zu einem Autoritätsverlust des nordkoreanischen Systems, als am 15.04.2016, dem 104. Geburtstag Kim Il sung’s, dort die Nationalflagge an der Örtlichen Verwaltung abgerissen wurde. Ch’ŏngjin gehört zur an China und Russland grenzenden Nordprovinz Hamgyŏng-pukto/함경북도, die mit 2,3 Millionen Einwohnern etwa zehn Prozent der Bevölkerung Nordkoreas repräsentiert.

[ENDE DES AUSZUGS)

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